Niederschwelligkeit:
Die Jugendlichen müssen keine bis wenig Schwellen überschreiten, um von den Angeboten der mobilen Jugendarbeit profitieren zu können. Dies umfasst sowohl eine gute Erreichbarkeit als auch eine ausreichende Niederschwelligkeit im Sinne des Abbaus möglicher Zugangshürden. Die niederschwelligste Form der Kontaktaufnahme ist unsere Streetworktätigkeit.

Lebensweltorientierung:
Der Mensch wird im Kontext seiner Lebensumwelt verstanden, welche immer auch durch gesellschaftliche Strukturen und ungleiche Ressourcenverteilungen bestimmt ist. Ein lebensweltorientierter Ansatz bedeutet die Bedachtnahme auf ausreichende Alltagsnähe, sowie die ganzheitliche Ausrichtung der Angebote.

Ressourcenorientierung:
Der Ansatz der Ressourcenorientierung stellt die Stärken, Potenziale und Ressourcen von Menschen und nicht deren Problemlagen in den Mittelpunkt der professionellen Tätigkeit. Back Bone unterstützt die Zielgruppe dabei, persönliche, soziale und strukturelle Ressourcen zu erkennen und für sich nutzbar zu machen.

Gemeinwesenorientierung:
Mobile Jugendarbeit fokussiert nicht nur die jugendlichen Zielgruppen selbst, sondern auch alle relevanten einflussgebenden Faktoren auf deren Lebensumstände – also das Gemeinwesen, in dem sich Jugendliche bewegen. Die Einbeziehung von Personen, Institutionen und Medien, die in regionalspezifischem Zusammenhang für die Mitgestaltung der Lebenswelt Jugendlicher eine Rolle spielen, ist notwendig, um Freiräume für Jugendliche zu schaffen bzw. diese zu erhalten und zu gestalten.

Bedarfsorientierung:
Die Mobile Jugendarbeit stellt aufgrund ihrer jugend- und sozialarbeiterischen Expertise den Bedarf an Unterstützung der Jugendlichen in ihrem jeweiligen sozialräumlichen Gefüge fest und versucht entsprechende Angebote zu setzen. Das setzt flexible Arbeitszeiten und unmittelbare Reaktionen auf jugendkulturelle, gesellschaftliche sowie politische Entwicklungen voraus.

Kontinuität:
Mobile Jugendarbeit braucht eine intensive Phase des Kontakt- & Beziehungsaufbaus und eine Aufrechterhaltung des Kontaktangebotes über längere Zeiträume. Langfristige Prozesse kommen meist nur über ein entsprechendes Vertrauensverhältnis voran. Dies verlangt Kontinuität im Sinne einer regelmäßigen Präsenz sowie die kontinuierliche Erreichbarkeit innerhalb eines klar kommunizierten Rahmens, sowohl im "face to face"-Setting, als auch über Telefon und Internet.